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ortsgebunden - vogelfrei - ist Kunst im öffentlichen Raum eine neue LANDkultur?

Eine öffentliche Diskussion mit Bürgermeistern, Regionalentwicklern, Vertretern von Landkreis, Forschung und KünstlerInnen anläßlich der Fotoausstellung "bewegter wind"

am 27.2.2015, 17 Uhr

Bahnhof im Schnee d   Café Bahnhof in Calden-Fürstenwald    

mit:
Vera Lasch,Kulturnetz
Nik Barlo, Künstler
Bürgermeister Mansbart, Hofgeismar,
Bürgermeister Bachmann von Trendelburg
Harald Kühlborn, Kulturreferent des Landkreises Kassel
Stefanie Koch,Soziologin
Peter Nissen, Dorf- und Regionalentwicklung
Lars Rotzsche, SUN, Stadtwerke Kassel
Reta Reinl, Künstlerin, Kuratorin
Kordula Klose, Künstlerin, Gastgeberin

Die Kunst ist mit den Künstlern auf dem Land angekommen. Viele Künstler leben im erweiterten Umfeld der Städte – auf dem Land-.
Preiswerter Wohnraum und Arbeitsraum sind ein gutes Argument und das Land bietet mehr als dies. Die Künstler tragen ihre Ideen und ihre Kreativität in und an die Orte, in denen sie leben und arbeiten. Das Land bietet den Raum für das Experiment Kunst und Kultur kann entstehen.
Vielfältige, unterschiedliche Kunstprojekte im öffentlichen, ländlichen Raum sind in den letzten Jahren entstanden: der Ars Natura, der Kunstpfad im Kellerwald, der Stelen-Mensch in Frankenberg und was für unsere Diskussion heute besonders Augenmerk erhalten soll, das Windkunstfestival „bewegter Wind" in nordhessischen Landschaften, das schon seit 10 Jahren stattfindet.

Die Dokumentation der Ausstellung mit tollen Fotos findet gerade im Cafè Bahnhof Fürstenwald statt.
Kunst entsteht an Orten, an denen sie fremd ist, sie verändert Orte, sie verrückt den Blick und ermöglicht vielleicht eine neue Sicht auf die Welt.
Menschen können sich begeistern, einen Ort neu entdecken und sich neu identifizieren.
Besonders die Windkunst, die wir hier beispielhaft zeigen, bietet Kunsterlebnisse in und mit der Natur an.
Wir bieten ein Forum, um mit Ihnen über Kunst im öffentlichen Raum, auch im NaturRaum zu diskutieren und um den vielfältigen Fragen nachzugehen, die bei der Planung, Durchführung und den Vorarbeiten mit allen Beteiligten entstehen.

Wenn Kunst eine Plattform ist für Kommunikation, eine Art globaler Sprache, wie wirkt dann Kunst für die Wahrnehmung der Menschen an einem Ort??

Kann Kunst festgefügte Lebensmodelle lockern, lösen, verändern?
Gibt es Synergien zwischen den verschiedenen Interessen wie Politischer Gemeinde, der Touristik, den Menschen, der Natur???

Welche Freiräume brauchen die Menschen, welche die Kunst?

dies sind nur einige der Fragen, die wir diskutieren möchten.

Das Windkunstfestival wird 2016 wieder stattfinden. Neue Orte oder Landschaftssituationen in Nordhessen können dann wieder durch Kunst entdeckt und „ver-rückt" werden .